Neuigkeiten18. Okt. 20265 Min. Lesezeit

Metaalunie will Förderung für Robotisierung. Ein Roboter muss danach auch zuverlässig laufen

Koninklijke Metaalunie fordert von der niederländischen Regierung gezielte Hilfe für mittelständische Fertigungsbetriebe, die ihre Produktivität steigern wollen, unter anderem eine Finanzierung für Robotisierung und Digitalisierung. Einen Roboter zu kaufen ist das eine. Er muss danach auch zuverlässig laufen, und dabei spielt das Dresspack eine große Rolle.

Metaalunie will Förderung für Robotisierung. Ein Roboter muss danach auch zuverlässig laufen

Am 16. Oktober forderte Koninklijke Metaalunie von der niederländischen Regierung mehr praktische Unterstützung für mittelständische Fertigungsbetriebe, die ihre Arbeitsproduktivität steigern wollen. Das berichtet Metaalkrant. Der Aufruf ist Teil der Stellungnahme von Metaalunie zur Haushaltsberatung des Wirtschaftsministeriums.

Der Grund ist klar: Durch die Alterung der Bevölkerung wächst die Zahl der verfügbaren Arbeitskräfte kaum, während der Personalbedarf steigt. Wer die Produktion ausbauen will, muss also mit denselben Menschen mehr leisten. Robotisierung, Automatisierung und Digitalisierung sind dafür die naheliegenden Mittel.

Was Metaalunie fordert

Laut Metaalkrant nennt Metaalunie vier Punkte:

  • Strukturelle Unterstützung bei der Einführung von Technologie: mehrjährige Umsetzungsprogramme und strukturelle Mittel, damit Unternehmen nicht von einzelnen, kurzfristigen Programmen abhängig sind.
  • Eine besser nutzbare WBSO: prüfen, ob die niederländische Forschungsförderung leichter für Prozessinnovation und für Technologie zugänglich werden kann, die Unternehmen nur schwer selbst einführen können.
  • Gezielte Finanzierung von Produktivitätsinvestitionen: Ein Unternehmen, das Roboter einsetzt oder seine Produktion digitalisiert, passt laut Metaalunie nicht automatisch in Programme, die für risikoreiche Forschung gedacht sind.
  • Politik für komplette Produktionsketten: Arbeitsproduktivität als konkretes Ziel für die gesamte Kette, mit Unterstützung, die auch kleinere Fertigungsbetriebe erreicht.

Metaalunie begrüßt die 500 Millionen Euro für die Nationale Agentur für disruptive Innovation und die 3,3 Milliarden Euro für die Nationale Investitionsinstitution. Die Organisation möchte aber deutlicher sehen, wie bestehende mittelständische Fertigungsbetriebe davon profitieren können.

Ob und in welcher Form neue Programme kommen, ist noch nicht bekannt. Klar ist jedoch, dass die Robotisierung im Mittelstand weit oben auf der Agenda steht.

Einen Roboter zu kaufen ist der erste Schritt

Bei einer Investition in einen Roboter richtet sich der Blick oft auf den Roboter selbst: die Marke, die Reichweite, die Genauigkeit und die Software. Das ist verständlich. Der Produktivitätsgewinn entsteht aber erst, wenn der Roboter Tag für Tag durchläuft, ohne dass ständig jemand eine Störung beheben muss.

Gerade im Mittelstand fällt das ins Gewicht. Ein Roboter wird oft angeschafft, weil keine zusätzlichen Mitarbeiter zu finden sind. Steht derselbe Roboter regelmäßig still, muss doch wieder jemand einspringen, und ein Teil des Gewinns ist weg.

Das Dresspack bestimmt, wie zuverlässig ein Roboter läuft

Ein Industrieroboter braucht ein Paket aus Kabeln und Schläuchen, das entlang des Arms zum Werkzeug läuft: Strom, Daten, Druckluft, Kühlwasser oder Schweißdraht, je nach Anwendung. Dieses Paket heißt Dresspack. Es bewegt sich bei jeder Bewegung des Roboters mit und wird am Handgelenk auf den Achsen 4 bis 6 zusätzlich verdreht.

Ist das Dresspack nicht richtig auf den Roboter und das Bewegungsmuster abgestimmt, entstehen die bekannten Probleme:

  • Torsion am Handgelenk: Kabel und Schläuche werden bei jedem Zyklus verdreht und brechen mit der Zeit.
  • Scheuern am Arm: Ein lose hängendes Paket scheuert bei jeder Bewegung am Oberarm oder an der Umgebung.
  • Falsches Spiel: Zu straff erzeugt Zugspannung an den Anschlüssen, zu locker führt zu Schlagen und Hängenbleiben.
  • Hitze und Spritzer: Bei Schweißrobotern brennt ein ungeschützter Schlauch durch.

Ein Kabelbruch im Dresspack legt den Roboter still, obwohl der Roboter selbst in Ordnung ist. Mehr zu den Ursachen lesen Sie in Kabelbruch am Roboter: Ursachen auf den Achsen 4 bis 6.

Worauf Sie bei einer neuen Roboterzelle achten

Wer eine Roboterzelle bauen lässt, sollte das Dresspack von Anfang an in die Konstruktion einbeziehen und nicht erst, wenn der Roboter schon steht. Fragen, die Sie vorab klären sollten:

  • Welche Medien müssen zum Werkzeug: Strom, Daten, Druckluft, Kühlwasser oder Schweißdraht?
  • Wie bewegt sich der Roboter: Welche Achsen drehen am meisten und wie weit?
  • Läuft das Paket innen durch den Arm oder außen entlang des Arms?
  • Steht der Roboter auf einer Linearachse, sodass auch eine Energiekette nötig ist?
  • Wie tauschen Sie später einen verschlissenen Schlauch schnell aus, am besten während eines geplanten Stillstands?

In Dresspack für Ihren Roboter auswählen lesen Sie, wie Sie Aufbau, Schlauchgröße, Halter, Rückzugsystem und Hitzeschutz bestimmen. Wenn Sie bei den Grundlagen beginnen, lesen Sie zuerst Was ist ein Dresspack?

Von der Konstruktion bis zur Montage

Die Robotik-Abteilung von Wisman Techniek liefert Dresspacks für Industrieroboter, von der Konstruktion bis zur Montage, in den Niederlanden und Belgien. Wir arbeiten dafür ausschließlich mit Teilen von Reiku, deren offizieller Partner wir sind.

  • Konstruktion: Wir stimmen Führung, Rückzug und Schutz auf den Roboter, das Werkzeug und das Bewegungsmuster ab.
  • Zusammenstellen: Das Paket stellen wir mit den Schläuchen, Haltern und Klemmen zusammen, die zu Ihrem Roboter passen.
  • Montage: Auf Wunsch montieren wir das Dresspack am Roboter, vorzugsweise während eines geplanten Stillstands.
  • Teile: Einzelne Reiku-Teile, zum Beispiel für einen Roboter, der bereits im Einsatz ist. So haben wir für einen Yaskawa-Roboter bei Marel in Lichtenvoorde die Reiku-Teile für das Dresspack geliefert.

Möchten Sie zuerst selbst sehen, was Ihr Roboter braucht? Im Dresspack-Konfigurator wählen Sie Ihren Roboter und stellen das Paket pro Achse zusammen. Unsere Robotik-Abteilung prüft es anschließend mit Ihnen.

Auch für bestehende Roboter

Nicht jedes Unternehmen kauft jetzt einen neuen Roboter. Bei Robotern, die bereits laufen, lohnt es sich, das Dresspack zu prüfen: Verschleiß am Handgelenk, Scheuerstellen am Arm, lose Halter oder Schläuche mit beschädigtem Mantel. Ein verschlissenes Paket rechtzeitig zu ersetzen ist meist deutlich günstiger als ein ungeplanter Stillstand.

Produktivität bedeutet auch Zuverlässigkeit

Förderung für Robotisierung hilft mittelständischen Fertigungsbetrieben, mit denselben Mitarbeitern mehr zu produzieren. Der eigentliche Gewinn liegt aber in einem Roboter, der läuft. Ein gut abgestimmtes Dresspack gehört deshalb zu jeder Roboterinvestition, genau wie der Roboter selbst.

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Dresspack an einem Schweißroboter
ProduktRoboter-DresspacksReiku Roboter-Dresspacks: Schutzschlauch, Halter pro Achse und Rückzugsystem als ein System. Zusammengestellt, eingefahren und montiert von der Roboterabteilung von Wisman Techniek.Produkt ansehen

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